Rei NakamuraDie in Deutschland lebende Pianistin Rei Nakamura ist in Tokyo geboren und in Sao Paulo in Brasilien aufgewachsen. Nakamura ist Gewinnerin verschiedener Wettbewerbe in Brasilien und Japan. Nach ihrem Studium bei Prof. James Avery an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau schloss sie im Jahr 2005 ein daran anschließendes Aufbaustudium an der Hochschule für Musik Saar unter der Leitung von Frau Yukiko Sugarawa-Lachenmann und Dr. Andreas Wagner mit Auszeichnung ab. Sie wurde zum 8. Nachwuchsforum der GNM von dem Ensemble Modern eingeladen. 2010 erhielt sie den Stipendienpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt.

Trotz ihrer klassischen Ausbildung beschränkt sich das Interesse der Pianistin nicht auf ein rein musikalisches Repertoire, sondern umfasst auch die Erarbeitung neuer künstlerischer Formen, die über die musikalischen Grenzen hinausreichen. So arbeitet die vielseitige Künstlerin nicht nur mit Musikern, sondern auch mit Tänzerinnen und Schauspielerinnen wie z.B. Isadora Sanchez und Hannelore Elsner zusammen.

Mit dem Künstler Peter Vogel entstand 2003 das Improvisationsprojekt für Live-Elektronik und präpariertes Klavier.

Seit Beendigung ihres Studiums konzipiert Rei Nakamura eigenwillige individuelle Projekte, die sie auf unterschiedlichen Festivals bereits präsentierte und noch in Zukunft präsentieren wird. Das Projekt „Movement to sound, sound to Movement” für Klavier, Video und Elektronik ist ihr aktuelles Projekt, das im Jahr 2007 entstanden ist. Dafür schreiben verschiedene Komponisten neue Stücke, für die sie zahlreiche Uraufführungen jedes Jahr gibt. Das Projekt gewann finanzielle Unterstützung des Deutschen Musikrates, der Humboldt Stiftung (Goethe Institut Quito) und des Arts Council England für ihre Solokonzerttournee. Das ZKM Karlsruhe und das SWR Experimental Studio sind auch Institutionen, die die Komponisten unterstützt haben, ein Stück für das Projekt zu schreiben. In den letzten Jahren hat sie mit Komponisten wie Michael Beil, Johannes Kreidler, Annesley Black, Mark Barden, Christoph Ogiermann, Gerhard Winkler, Mesias Maiguashka, Alexandre Lunqui, u.a. zusammengearbeitet und zahlreiche Stücke zu Uraufführung gebracht.

Neben den Aufführungen ihrer eigenen Projekte erhält sie regelmäßig Einladungen zum Théâtre National du Luxembourg, ZKM, Villa Massimo und zu den Ruhrfestspielen in Recklinghausen. Einladungen zum Festival Tokyo Wondersite, Festival Usinesonore und Ecuadorianischen Festival zeitgenössischer Musik in Quito zeigen die Offenheit und Neugierde dieser Künstlerin für neue, unterschiedlichste Formen der Kunst.

Außer regelmäßigen Einladungen in das Theatre Nacional Luxembourg, das Festival Piano+ und das ZKM ist sie auch bei vielen Festivals wie der Klangwerkstatt Berlin, beim Ars Nova SWR (Rottemburg), dem FGNM (Frankfurt), der Arts Birthday Party (Schweden), beim Usinesonore (Schweiz), beim Festival de Música Contemporanea Quito ( Ecuador) und der Kulturhauptstadt Luxemburg aufgetreten. Weiterhin sind auch Radiomitschnitte und Sendungen des SR (Saarländische Rundfunk), des Sverige Radio (Schweden), des Radio Bremen, des WDR, des Deutschlandradios und des SWRs gemacht worden.